Negativität verlangt Aufmerksamkeit

Negativität verlangt Aufmerksamkeit

Gestern hatten wir wieder ein Dart Turnier. Dies sind meistens Gegebenheiten, wo´s mich beinahe zerreißt – ich gleich etwas drüber Schreiben muss – verschiedenste Menschen untereinander, unterschiedlicher geht es meist schon gar nicht mehr, und alle in einer gewissen Stresssituation: Konzentration pur, gewisser Alkoholeinfluss, blöde Meldungen versucht man zu ignorieren – ach ja: und gewinnen will man ja auch noch!

Gestern also hatten wir wieder ein Turnier. Es war ein Auswärtsspiel.
Die Location war mehr als in Ordnung: eine umfunktionierte Lagerhalle: chillig, urig, viel Platz – steigst keinem auf die Füße, so manch nostalgischer Gegenstand, der meine Aufmerksamkeit auf sich zog.
Die gegnerische Mannschaft selbst: total nette Menschen! Wir haben uns blendend verstanden! Wirklich gemütliche, nette und großzügige Menschen! War echt eine Freude dort zu spielen!

Negativität auf der Suche nach ertragreichem Nährboden…

NegativitätUnd dann: Einer meiner Teamkollegen – nennen wir ihn einfach mal Sepp (wär ja jetzt doch spannend, warum mein Unterbewusstsein genau auf diesen Namen stoßt….? 😉 ), der stand sich wieder einmal komplett selber im Weg.

Sepp kenn ich jetzt schon seit mehreren Jahren. Doch ich habe ihn noch nie wirklich glücklich gesehen. Immer irgendwie am Jammern. Ständig tut was weh. Dauernd irgendwie krank. Nichts funktioniert so, wie er es eigentlich möchte. Null Selbstbestimmung in seinem Leben.

Vor einem Jahr hab ich ihn mal darauf aufmerksam gemacht, versucht gemeinsam mit ihm zu arbeiten. Mehrere Wochen lang ließ er sich auf dieses Abenteuer ein. Er besuchte mit mir unsere Schulungen, verinnerlichte andere Denkmuster, veränderte sein Umfeld und seine Verhaltensmuster – und siehe da!!!! Sepp konnte sogar lachen! Er strahlte förmlich! Seine Freunde und Arbeitskollegen sprachen ihn bereits an, ob er den  auf Drogen sei!!!! 😉 Er zog die Aufmerksamkeit anderer auf sich, indem er gut drauf war! Wurde ernst genommen! In dieser Zeit war er, soweit ich mich erinnere, kein einziges Mal krank! Und Dart spielte er: wie ein kleiner Gott! Echt – Dermaßen ausgeglichen und zufrieden mit sich selbst! Diese Entwicklung mit anzusehen war echt genial!

Was war dann passiert?

Tja, dann ging es darum, für seinen Koffer – vollgepackt mit neuen Fähigkeiten – die Verantwortung zu übernehmen. Den letzten entscheidenden Schritt zu tun.
Irgendwann sagte ich ihm einfach, dass er eine Entscheidung treffen müsste. Bitte – das war kein Drängen nach ein zwei Tagen, auch nicht nach einer Woche – das war nach drei Monaten! Wir sind erwachsene Menschen! Wie lange brauchst du, um eine Entscheidung zu treffen, die nachweislich dein Leben positiv verändert???

Auf jeden Fall sagte er Nein.
Das war in Wahrheit keine Frage des Geldes für diverse Unterlagen und Seminare – dies hatte er bereit. Es war auch keine Frage der Zeit – er war Single, keine Familie.

Ich glaube den wahren Grund für seine Entscheidung zu wissen: Er hatte in den voran gegangenen Wochen gespürt und erlebt, dass er sein Leben positiv verändern kann, andere Ergebnisse erzielen kann, wenn er mit mir und meinem Team zusammen arbeitet. Aber er wusste auch eines: dies bedeutet Verantwortung in seinem Leben zu übernehmen. Und zwar zu 100%! Und dann gibt´s keine Ausreden mehr! Dann muss er die Dinge selbst erledigen und kann sie nicht delegieren, in der Hoffnung, dass sie in Vergessenheit geraten.
Und er wusste eines ganz genau: Wenn er dieses JA einmal über seine Lippen gebracht hatte, dann gab es kein Zurück mehr. Denn wer will schon zurück in den Sumpf, wenn er mal die Weite der Prärie gespürt hat? Das bedeutet ständiges Lernen, und eben immer Verantwortung zu übernehmen für alles, was in deinem Leben passiert. Egal ob es gut oder schlecht gelaufen ist. Der einzige, der sein Leben verändern kann, bist DU! Aber dafür musst Du erst mal aufstehen und sagen: JA, ich nehme mein Leben in die Hand und übernehme die Verantwortung für alles, was in meinem Leben passiert! —- Und das wiederum erfordert Mut.

NegativitätDie Aufmerksamkeit auf das Positive in deinem Leben zu lenken, ist oft leichter gesagt, als getan. In manchen Momenten erfordert es Mut und Überwindung und ist anfangs oft richtig anstrengend. Beim Negativen ist das oft ganz anders. Das fliegt uns scheinbar von selber zu! Fehler fallen auf! Und Negativität vermehrt sich scheinbar ganz von selbst. Und zerstört nach und nach alles Positive in uns. Voll automatisch sitzen wir in dieser negativen Gedankenspirale fest, welche uns immer weiter nach unten zieht. Da kann das Ergebnis unserer aktuellen Handlung ja gar nicht positiv ausfallen, oder? Und schon wieder Nahrung für das Negative…..
Ist eigentlich auch ganz klar zu erklären: Alles Negative verlangt nach einer Lösung. Es schreit: Achtung! Ich habe hier ein Problem! Bitte lösen!
Das Positive ist da ganz anders. Es signalisiert uns: Ist schon alles in Ordnung! Du brauchst dich nicht mehr weiter darum zu kümmern.

Erkennst du, worauf ich hinaus will?

Nimm als Beispiel: Kinder. Meine Kinder halten es wie ich in deren Alter: sie haben das Chaos in ihrem Zimmer fest im Griff. Ist für mich auch ok, solange sie es auf ihr Territorium beschränken. Doch wehe, sie expandieren über ihre Kinderzimmergrenzen hinaus – dann stört es mich. Aber gewaltig. Es ist ja schon schwer genug, meinen Haushalt unter Kontrolle zu halten – auch ohne, dass sich ihr Chaos hier ausbreitet!
Wenn dies passiert, habe ich ein Problem. Und dieses Problem verlangt sofort nach einer Lösung. Und deshalb erregt es meine Aufmerksamkeit.
Angenommen, ihre Zimmer und meine Zimmer wären immer perfekt aufgeräumt – daran gäbe es doch nichts, was wir lösen wollten, oder? Also ist es ja absurd, bei etwas Positivem nach einer Lösung suchen zu wollen. Also verlangt es auch nicht nach unserer Aufmerksamkeit.

Damit wir dem Positiven Aufmerksamkeit schenken können, benötigen wir Kraft und unsere Konzentration. Und dies immer und immer wieder. Doch mit der Zeit kann es zur Gewohnheit werden. Sodass einem dann automatisch immer zuerst das Positive ins Auge fällt!

Der Spiegel deiner Seele

Und Sepp wusste eines: Dieser tägliche Blick in den Spiegel seines ICHs würde ihn vor eine große Herausforderung stellen. Und wenn es keinen Menschen mehr gibt, keine Institution, keinen Gesundheitszustand, auf den er die Schuld abwälzen kann, dann wird er schon das ein oder andere Mal an seine Grenzen stoßen.

Also entschied er sich gegen eine Zusammenarbeit mit mir. Ist ja auch ok. Kennt ihr das Sprichwort „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“?

NegativitätSepp hat sich seine Zukunft selbst gestaltet. Er ist  wieder voll in sein altes Verhaltensmuster zurück gefallen. Ständig am Sudern. Ständig am Jammern. Ständig krank. In unserem Dart-Lokal sieht man ihn überhaupt nicht mehr – und wenn, dann ist er nicht nüchtern – was seine Stimmungsschwankungen ja nur verstärkt und mit Eifersucht mischt. Und für alles und jedes, was in seinem Leben nicht zu seiner Zufriedenheit passiert, hat er eine Ausrede parat.

Gestern beim Turnierspiel hättet ihr ihn erleben sollen: er ist so müde, er muss morgen bald auf (wer nicht?), er trifft ohnehin nichts mehr…… die ganze Zeit! Nur am fluchen! Sogar seine Pfeile hat er von immer höherer Distanz mit immer mehr Schwung auf den Tisch geknallt! Der Gegner hat sich schon über ihn lustig gemacht.
Scheuklappen auf und schimpfen. Dieser Gesichtsausdruck – wie ein Gartentor! (immer zum Zuhau´n! *ggg*)  Er versucht mit allem, was ihm an Negativen zur Verfügung steht, Aufmerksamkeit zu erzeugen, ohne damit eine Bereicherung für die Gruppe darzustellen.

Es gab Momente, da tat er mir leid. Jetzt hat er ja seit kurzem eine Freundin – meiner Meinung nach eher Mutterersatz für ihn. Sie kaut ihm regelrecht vor, was er zu denken hat. Somit hat er ja wieder jemanden gefunden, auf den er Verantwortung abschieben kann. Glücklich und erwachsen wird er dadurch zwar nie werden, aber gut – ist ja seine Entscheidung.

Ich schenke Negativität keine Aufmerksamkeit!

Gestern jedenfalls habe ich einen Entschluss gefasst: Ich werde Sepp nicht mehr beachten. Er ist kein Teil meiner Gedanken mehr. Negativität verlangt Aufmerksamkeit – denn nur so kann sie sich vermehren. Und diese Aufmerksamkeit werde ich ihr nicht geben.
Ich habe gelernt, Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Ich habe gelernt, dass es nur einen einzigen Menschen in meinem Leben gibt, der Entscheidungen treffen kann – und das bin ICH! Und es gibt auch nur einen einzigen Menschen, der für die Konsequenzen verantwortlich ist: nämlich ICH.

Und wenn man das einmal verstanden hat, und bereit ist, die nächsten Schritte zu setzten, und dazu Menschen, ein Team hat, die einen begleiten und unterstützen, dann – ja dann steht einem die ganze Welt offen!!!
Wer dazu nicht bereit ist: ist mir auch recht. Jeder trifft seine Entscheidungen für sich. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Jeder muss für sich wissen, was für ein Leben und vor allem wie er es führen möchte. Aber bitte dann verschont mich mit eurer Negativität! Ich werde sie nicht mehr beachten. Ich werde ihr keinen Nährboden bieten!

Negativität

Bist auch du bereit, Verantwortung für dein Leben zu übernehmen? Hast du es satt, dass sich immer wieder Negativität in deinem Leben ausbreitet und dir deinen Tag vermiest? Hinterlass mir doch einen Kommentar und berichte mir von deinen Erlebnissen!
Und wenn du gerne Unterstützung bei der Umsetzung hättest, um deinen Mut und deine Entschlossenheit zu stärken, schreib mir eine E-Mail – ich plane sehr gerne mit dir die nächsten Schritte und begleite sich dabei, endlich komplette Verantwortung für dein Leben übernehmen zu können!

Stop Existing – Start Living!
Eure Birgit Leonhartsberger

 

 

 

 

 

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