Schatten – wie heiß kann es werden?

Schatten – wie heiß kann es werden?

Der Wetter bedingte Schatten ist bei 35° im Sommer der ideale Platz zum Entspannen. Aber wie sieht es mit dem Schatten deines Lebens aus? Ich weiß, wieder ein hoch philosophischer Gedanke (von denen hab ich ein paar 🙂 ) . Aber mal ehrlich, hast du dir das schon mal überlegt? Woher kommen deine Erfolge oder auch Misserfolge?  Übrigens: jetzt  haben wir  24° im Schatten – wo glaubst du schreib ich gerade… 🙂

Wo find ich den?

Durch die jüngsten Entwicklungen in unserem Familienleben (ich hab ja grad keinen fixen Job) werde ich gezwungen sein, meinen Schatten gegenüber zu treten. Ich muss (und diesmal muss ich wirklich) herausfinden, woran es liegt, dass ich mich zeitweise nicht von der Stelle bewege. Tausende Ideen in meinem Kopf schaffen es nicht in die Handlungsphase. Warum?!? Weil es mir ja gut geht, und ich mir z.B. um Geld gerade keine Sorgen mache. Auch die Zukunft, ob das so bleiben wird, beschäftigt mich wenig. Im Grunde genommen bin ich gerade sehr egoistisch und verlange von jedem das Recht ab, dass ich mal eine Zeit lang tun und lassen kann, was ich will. Dass ich meinen Hobbys (Computerspielen, Darts, ….) nachgehe – und das bis früh morgens. Doch ganz so einfach ist es nicht. Es ist mein Bauchgefühl, das mich auf nötige Veränderungen hinweist (12.30 Uhr – 25° im Schatten)

Welche sind meine?

Ruediger Dahlke beschreibt es ganz einfach. Wenn du deinen Schattenseiten (jene Bereiche deines Lebens denen du keine Aufmerksamkeit schenkst) unbeachtet lässt, werden sie dich eines Tages einholen und wie ein Vorschlaghammer auf dich einschlagen. Dein Leben wird dich zwingen, dich mit diesen verdrängten Tatsachen zu beschäftigen. Ein Beispiel aus meiner aktuellen Situation: Aufgrund einiger Bewerbungsgespräche bin ich der Meinung, dass ich nie wieder einen normalen Job nachgehen werde können (ich bin ja auch nicht normal… 🙂 ). Wenn mir Chefs sagen, dass man einen Mitarbeiter sucht, der die nächsten 30 Jahre immer den selben Job zu machen hat, bekomme ich Gänsehaut (genau deswegen habe ich ja aufgehört). Wenn der GEHALT so minimal ist, dass man nur noch den Kopf schütteln kann, dann GEh ich HALT. Wenn die Jobs einfältig und lustlos sind, dann kann ich diese nicht annehmen. Nur welche Alternative bleibt mir? Was kann ich tun, um zu Geld zu kommen? Hierbei gibt es verschiedene Ansätze – und jeder hat seine Berechtigung (12.45 Uhr – 26° im Schatten)

Wozu ihnen begegnen?

Um einen dieser Ansätze werde ich mich in den nächsten Tagen kümmern müssen. Mein derzeitiger Arbeitgeber  akzeptiert natürlich nicht, dass ich mir keinen Job mehr suchen möchte. Daher haben wir uns eine Alternative überlegt – und diese heißt Firmengründung. Das bedeutet, ich muss mir in den nächsten Tagen einen Plan erstellen, wie ich es möglich mache, mein eigener Chef zu werden. Nun könnt ihr sehen, was gerade passiert. Das Leben zwingt mich dazu, mich meiner Schattenseite (ich komme nicht ins Handeln, obwohl ich tausende Ideen habe) zu stellen. Ich werde eine Entscheidung treffen müssen – welche meiner Ideen kann ich realistisch umsetzen? Schaffe ich es über meinen Schatten zu springen, um neue Erfahrungen zu machen, neue Dinge lernen zu dürfen? Ist es möglich, von einem Befehlsempfänger zu einem Befehlsgeber zu werden? Viele, viele Fragen, die in den nächsten Tagen geklärt werden müssen. Meine Schattenseite tritt ins Licht (13.00 Uhr – 27° im Schatten).

Was erwartet mich?

Irgenwie ist mir etwas mulmig, wenn ich daran denke. Einige negative Gedanken schießen mir durch den Kopf. Andererseits freu ich mich auch schon auf diese Herausforderung. Diese Vorfreude, dass ich ganz neues Terrain betreten werde. Früher hatte ich meine Vorhaben so lange wie möglich geheim gehalten, dass bei einem möglichen Scheitern niemand mit blöden Sprüchen kommen konnte. Die letzten Tage rede ich ununterbrochen davon. Weil es mir egal ist ob ich es schaffe oder auch scheitere – einzig allein der Wille es zu versuchen zählt. Und das habe ich dann vielen anderen voraus – ich habe es versucht und ihr Luschen nicht. Ich schließe die Tür hinter mir und gebe den unzähligen Türen vor mir die Chance, sich zu öffnen. Bleibt nur noch die Frage, welche Tür es sein wird – im Endeffekt egal – denn was dahinter ist, wird einfach nur geil! (13.30 Uhr – der Schatten ist weg)

MfG Andreas Leonhartsberger

 

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