Der Sinn des Lebens….?

Der Sinn des Lebens….?

Hin und wieder überkommt mich die Frage nach dem Sinn des Lebens: Warum bin ich da? Wo will ich hin?

Was ist der Sinn des großen Ganzen? Gibt es das große Ganze überhaupt?

Diese Fragen sind sehr gefährlich für mich. Ich spür dann schnell, wie mich eine Welle der Depression erfasst. Ich mein, wenn es stimmt, dass wir nicht die einzigen im Universum sind, wenn schon die Erde – unermesslich groß und schön für mich – doch nur ein mini-fuzi-kleiner Punkt ist, ….was bin dann erst ICH? Setzen wir dieses Mädchen einfach mal in die Welt und schauen was draus wird – auch wenn´s danach keinen mehr interessiert? Macht das Sinn?

Sinn des Lebens

Gestern war es wieder mal so weit. Fragen über Fragen. Selbstzweifel.
In solchen Momenten flüchte ich mich in die Musik. Die ersten Texte haben mir nicht wirklich weiter geholfen: „Es wird ka Stern vom Himmel fallen, es wird net amoi a Sta vom andern roll´n. Es löscht die Zeit mit ihrer Selbstverständlichkeit di langsam aus aus jedem Herz…“  Lacht ruhig – das war halt meine Jugend…!
Doch je länger ich mich mit Selbstmitleid quälte, wurde mir eines bewusst: das WARUM ist gar nicht wichtig! Ist halt so. Punkt. Wir sind auf der Welt. Punkt. Wir sind auf der Welt, um…..komplett egal. Wohin unsere Reise führt, werden wir vielleicht nie erfahren. Vielleicht erkennen erst unsere Kinder den Sinn, den unser Leben hatte. Die Menschen, die wir berührten, deren Leben wir veränderten. Unser Ziel ist absolut nebensächlich. Entscheidend ist nur eines: Dass wir uns auf den Weg machen!

Wenn du beschließt in eine andere Stadt zu fahren, stellst du dir ja auch nicht die Reise als Ganzes vor, oder? Das würde ja auch keinen Sinn ergeben, oder? Du fährst einfach mal los. Die ersten Meter. Die nächsten. Und noch ein Stück. Du weißt einfach, irgendwann wirst du dort ankommen. Vielleicht gibt es auf der Strecke Hindernisse. Vielleicht auch freudige Erlebnisse. Aber du fährst einfach weiter. Wie es dann dort sein wird, wenn du angekommen bist, kannst du dir auch nur vorstellen. Gewissheit erlangst du erst, wenn es soweit ist. Aber trotzdem fährst du los.

Sinn des Lebens

Welchen Sinn haben also all diese Fragen? Warum…? – Wir quälen uns damit doch nur selbst.

Während meiner musikalischen Reise – inzwischen war ich bei Christina Stürmer „ein Leben lang“ angelangt – habe ich eines erkannt: In Wahrheit haben solche Selbstzweifel nur einen einzigen Sinn: sie halten dich in deiner Komfortzone gefangen! In deinen vertrauten Denkmustern. Hab ich nicht recht? Es ist doch um so vieles einfacher, sich diesem Selbstmitleid einfach hinzugeben. Wir tun jeden Tag das Gleiche, jammern vor uns hin, und warten auf ein Wunder, dass sich von selber alles auf einmal verändert: Warum immer ich? Alles ist so schwer! Wozu anstrengen, bringt ja eh nix. Ich würd ja eh, aber die anderen….

Was soll das bringen? Wird dadurch meine Reise schöner? Komm ich dadurch schneller an mein Ziel? Wird sich IRGENDJEMAND darüber freuen, mich auf meiner Reise begleiten zu dürfen? Sicher nicht. Also ich habe keine Lust, mit jemandem Zeit zu verbringen, der immerzu nur am jammern ist. Ja, aber… Ja, aber… Ja, aber…

Doch wie schaffen wir es, aus dieser Denkspirale auszubrechen?

Eines hab ich in unseren Webinaren und Schulungen gelernt: Wir unterschätzen die Macht unseres Unterbewusstseins ganz gewaltig! Das was du denkst, wird zu dem, was du von dir selber glaubst. Und der Glaube, den du über dich selbst hast, bestimmt letzten Endes die Handlungen, die du setzt. Deren Ergebnisse wiederum – und hier schließt sich dieser Kreislauf  – beeinflussen den Glauben an dich selbst. Und Glaube kann ja bekanntlich Berge versetzen!

Also, was denkst du über dich? Welche Gedanken kreisen in deinem Kopf? Gerade in solchen Krisensituationen?
„Ich schaff das nicht. Das macht doch alles gar keinen Sinn. Ich probier und probier und komm doch zu keinem Ergebnis. Bei den einfachsten Dingen scheitere ich. Ich bin einfach ungeeignet. Zu blöd dazu. Es ist einfach zu schwer.“

STOP!Sinn des Lebens

Dreh es um! Denk einfach mal anders – du selbst bestimmst deine Gedanken: Was will ich erreichen? Wer will ich sein? Was muss ich tun, um dahin zu kommen? Welche Fähigkeiten brauche ich dazu? Wie kann ich daran arbeiten? Wie werde ich besser?
Beantworte dir diese Fragen selbst. Immer und immer wieder. Somit konzentrierst du dich automatisch auf das Positive, was du in deinem – einzigen! – Leben schaffen kannst. Und nicht darauf, was du Versager ja auch gerne hättest, aber nur alle anderen kriegen. Du kannst das auch!

Ich habe es gestern geschafft, meine Denkspirale umzukehren. Ich habe mich auf meine Stärken konzentriert. Darauf, was ich ändern möchte. An die Dinge in meinen Leben, die mich zum Lachen bringen. An die Menschen, die meinem kleinen, ganz privatem Dasein Sinn geben. An all das, wofür ich dankbar bin.
Mein bester Freund war an meiner Seite (praktischerweise hab ich ihn ja geheiratet!), nahm mich in den Arm, und hat meinen Glauben an mich wieder gestärkt. That´s what friends are for!

Sinn des LebensEs ist nicht wichtig, warum wir etwas tun. Es ist nicht wichtig, immer sofort einen Sinn darin zu erkennen. Mancher Zweck offenbart sich erst laaaaange Zeit später. Entscheidend ist nur eines: es zu tun und daran Spaß zu haben.
Machen wir unser Leben zu einer Reise ins Irgendwo – in Begleitung all jener, die wir lieben, in deren Gesellschaft wir uns lebendig fühlen. Im Gepäck: Spaß, Glücksgefühle, Neugierde, Spannung, Lebensfreude….
Und die Reiseroute: ….. davon lassen wir uns einfach mal überraschen!

In diesem Sinne, Start Living!

Eure Birgit Leonhartsberger

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